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Sterbebegleitung

Alles was schön ist, bleibt schön, auch wenn es welkt, und unserer Liebe bleibt Liebe, auch wenn wir sterben. (Maxim Gorki)
Das Sterben gehört zum Leben, nicht zum Tod. (Ludwig Marcuse)
Wenn ein Arzt sagt „Wir können nichts mehr für Sie tun.”, meint er damit: Wir können Sie nicht mehr heilen. 
Genau hier setzt die Palliativpflege ein. Den Patienten heilen können auch wir nicht, aber wir können sein Leiden lindern und ihn sowie seine Zugehörigen (das können nicht nur Angehörige sein) in dieser schweren Zeit begleiten.
Offenheit und Wahrhaftigkeit gelten dabei als Grundlage des Vertrauensverhältnisses unter allen Beteiligten. Wichtig sind uns die Bejahung des Lebens, die Akzeptanz von Sterben und Tod als Teil des Lebens. Der Tod soll weder beschleunigt noch hinausgezögert werden - aktive Sterbehilfe lehnen wir ab.

Die Wünsche und Ziele des Sterbenden stehen im Vordergrund:

  • im Sterben nicht alleine gelassen werden
  • an einem vertrauten Ort, begleitet von vertrauten Menschen sterben
  • nicht unter starken körperlichen Beschwerden leiden
  • die letzten Dinge regeln können.


Hospiz ist eine Idee und kein Gebäude.
Zeit hat für den Schwerkranken und seine Zugehörigen eine besondere Bedeutung bekommen, da sie begrenzt und wertvoll geworden ist. Wir holen den Patienten dort ab, wo er sich gerade befindet. Unser Ziel ist es, die Selbständigkeit des Schwerkranken wieder herzustellen bzw. so lange wie möglich zu erhalten, so dass er so weit wie möglich aktiv bleiben kann. Wir möchten mithelfen, die Verlegung in eine stationäre Einrichtung zu verhindern, weil die Angehörigen erschöpft sind. Das tun wir, indem wir diesen Freiräume schaffen und sie entlasten. 

„Der Mensch ist, was er isst.”
„Liebe geht durch den Magen.”
„Ich kann ihn doch nicht verhungern lassen.”
So denken viele Angehörige, wenn der Sterbende kaum oder kein Essen oder Trinken annimmt. Doch die meisten Sterbenden haben keinen Hunger oder Durst mehr, der Körper sagt ihnen „Ich kann es nicht mehr verarbeiten. Ich habe meine Arbeit zurückgefahren. Gib mir so viel wie ich annehme, zwinge mich nicht zu mehr, es würde mich nur belasten.”
Was oft mit Durst verwechselt wird, ist Mundtrockenheit. Wir zeigen Ihnen was dagegen getan werden kann.

Die letzte Phase des Lebens soll so schön wie möglich gemacht werden. Aus diesem Grund arbeiten wir mit vielen Organisationen und Praxen zusammen, so dass ein multiprofessionelles Team entsteht. 

(Bild multiprofessionelles Team) aus Leitfaden Palliativmedizin, 2. Auflage, Seite 13
Hauptziel des interdisziplinären Teams ist die bestmögliche Lebensqualität für den Patienten und seine Familie.

Hier einige konkrete Aufgaben, die wir in der Zeit der Palliativbetreuung übernehmen:

  • Empathischer Umgang
  • Umgang mit Loslassen, Ängsten, Wut, Aggressionen, Verzweiflung, Hilflosigkeit und Glaubensfragen
  • Basale Stimulation
  • Schmerztherapie
  • Infusionen (Austrocknung)
  • Selbstbestimmung erhalten und fördern,
  • Informationen zur Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfügung
  • Individuelle Beratung auch für alle Zugehörigen
  • Zusammenarbeit und Vermittlung der örtlichen Hospizgruppen (link nach HG Lauda)
  • Beratung mit Haus- und Fachärzten, als auch Palliativstationen
  • Beratung bei Schlafstörungen, Appetitmangel, Übelkeit und Erbrechen, Aufliegen verhindern, lagern, Atemnot
  • Vermittlung von seelsorgerischem Beistand
  • Versorgung des Verstorbenen, wenn Sie es wünschen